Mittelalterliches Flair und moderner Charme: Sterzing verfügt über ein historisches Zentrum mit attraktiven Einkaufsmöglichkeiten, das 360° Erlebnisse bietet.


 
Sterzing, nach der Alpenüberquerung die erste Stadt im sonnigen Süden. Als Rastpunkt nach oder vor der Überschreitung des wichtigsten Alpenpasses ist das Fuggerstädtchen bereits sehr früh geschichtlich erwähnt.
Reicher Segen ergoss sich über die Stadt, als in den Tälern von Pflersch und Ridnaun und am Schneeberg der Silberbergbau begann. Der Bergsegen zog viele gebildete Unternehmer in die Gegend, darunter auch die bekannte Familie der Fugger. Das Fuhrmannswesen und das Handwerk blühten. Die Knappen verdienten gut und gaben aus. Wohlstand und Freude förderten den Kunstsinn. Große öffentliche Bauten wie Stadtturm, Rathaus und Pfarrkirche und prunkvolle Ansitze wie Jöchlsthurn, Wildenburg und Haidenschaft entstanden. Der Handel zwischen Augsburg und Venedig blühte dank der Niederlassung der Fugger in der Stadt. Die Geistesrichtungen von Nord und Süd trafen sich und verschmolzen in fruchtbarster Weise. Die besten Baumeister, Bildhauer und Maler wurden berufen, die Stadt und ihre Bauten zu verschönern. Meister Hans Multscher aus Ulm vollendete 1459 den herrlichen gotischen Flügelaltar der Pfarrkirche. Es entstand die geschnitzte Decke des Jöchlsthurns, ein Juwel der Spätgotik.

Traditionsbewusst und modern – mediterran und alpin.

Heute hat sich Sterzing dem Tourismus, dem Einzelhandel und dem Handwerk verschrieben und hat sich zum Dienstleistungszentrum für die Umgebung entwickelt. Das historische Zentrum von Sterzing ist dessen größtes Kapital: Das mittelalterliche Flair verbindet sich mit modernen Charme und ist als 360°-Einkaufszentrum mit attraktiven Geschäfte und Boutiquen, gemütliche Gasthöfe, Restaurants und Unterhaltungslokalen. Insbesondere der im 15. Jahrhundert nach einer Brandkatastrophe neu gestaltete und also Neustadt genannte Stadtkern beeindruckt durch seine Großzügigkeit und seine farbig bemalten Hausfassaden: Die mit Lichthöfen, Zinnengiebeln, Fenstergittern, Marmorspitzbögen und Erkern ausgestatteten Bürgerhäuser künden vom ehemaligen Reichtum der Stadt.

Sehenswertes Sterzing

 
Ungefähr auf halber Höhe der Neustadt befindet sich das bereits erwähnte Rathaus, das einen der ältesten Theatersäle Tirols beherbergt, den Vigil-Raber-Saal. Im Innenhof kann eine Marmornachbildung des römischen Mithras-Steines besichtigt werden, der 1589 in der Nähe der Stadt gefunden worden war. Gegen Norden schließt der so genannte Zwölferturm die Neustadt gegen den Stadtplatz ab. Er ist - neben dem Wappen - zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Am Stadtplatz befindet sich die äußerlich unauffällige Kirche zum Heiligen Geist, die älteste erhaltene Kirche Sterzings aus dem 14. Jahrhundert, die im Inneren schönen Freskenschmuck aufweist. Vergleichsweise imposant ist dagegen die Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau im Moos, die etwas abseits am Südende der Stadt liegt. Neben der Pfarrkirche liegt der Gebäudekomplex der ehemaligen Deutschordenskommende, kurz Deutschhaus genannt, dessen Wurzeln bis auf das Jahr 1241 zurückgehen. Es beherbergt heute unter anderem das Stadt- und das Multschermuseum. Die Prunksäle, in denen die beiden Museen untergebracht sind, lohnen allein schon einen Besuch im Deutschhaus. Noch viel mehr gilt dies für die dort
ausgestellten Altartafeln aus der Werkstatt des Ulmer Meisters Hans Multscher. Sie zierten einst einen gotischen Flügelaltar in der nahe gelegenen Pfarrkirche, von dem nur mehr Reste erhalten geblieben sind.



Tourenvielfalt an der alten Staatsgrenze

Fast 80 Jahre lang war die Grenze zwischen Italien und Österreich nicht so leicht zu passieren. Unvorstellbar wenn man heute den Brenner oder das Pfitscherjoch überquert. Wo einst Stacheldrahtverhau und alte Militärstraßen für den Grenzschutz errichtet worden sind, bleiben heute noch Almenregionen wie aus dem Bilderbuch.
 
Die alten Militärstraßen schrauben sich aber heute noch auf den Grenzkamm und bieten Touren der Superlative. Wir haben
 
nahezu 700 Kilometer Wege zum Biken vermessen und glaubten unseren Tachos kaum. Den Titel eines „schlafenden Riesen“,  hat ein Biker die Region vor einiger Zeit verliehen. Wollen wir ihn wecken?

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