Meran und  Vinschgau

 
Wenn wir vom Bikerevier zwischen Reschen (1500m) und dem Meraner Raum sprechen, kommt man leicht ins Schwärmen, denn die Vielfalt konzentriert sich hier auf engstem Raum. Dies nicht nur für Mountainbiker aller Leistungsstufen, sondern auch für Radfahrer, welche die Talradrouten oder hohe Gebirgspassstraßen bevorzugen.

Die westliche Landeshälfte zeichnet sich besonders wegen der milden Witterung aus. Nirgendwo in den Alpen gibt es im Jahresdurchschnitt weniger Niederschlag und mehr Sonnentage. Bekannt ist auch der „Vinschger Wind“, der manchmal recht respektabel weht.
Mild und mediterran wird es, wenn wir für rund 90km der Etsch folgen und über die Talstufe der Töll das Etschtal bei Meran erreichen.
Meran, bereits seit jeher eine beliebte Kurstadt, bietet ein ganz besonderes Flair und Infrastrukturen, die auch einen aktiven Tag im Sattel auf eine faszinierende Art abklingen lassen. Ständig ist man mit Kontrasten konfrontiert: Gletscher und 3000er in den Seitentälern, Obst- und Weingärten längs der Etsch entang. Urige Bergbauernhöfe in steilsten Lagen und mondänes Verweilen in Meran.

Neben dem erlebnisreichsten Radweg der Alpen der vom Reschenpass durch den
Vinschgau zum Gardasee führt und durch einen klugen Shuttledienst mit der Vinschgerbahn bedient, finden wir im Ultental, Passeiertal, am Vigiljoch und rund um Naturns ein knackiges Tourenangebot für Mountainbiker. Selten findet man in den Alpen so viele Gegensätze wie im Vinschgau. Vom „fast“-4000er König Ortler bis zu den Weinbergen rund um Kortsch und Vetzan gibt sind es nur wenige Kilometer.

Damit die Fahrt auf zwei Rädern durch den Vinschgau auch zu einer richtigen „Genuss-Rad-Tour“ wird, haben sich die Verantwortlichen der Vinschgerbahn in Zusammenarbeit mit örtlichen Unternehmen ein besonderes Transportkonzept für Sie und Ihr Rad einfallen lassenMit der komfortablen Vinschgerbahn wird auch das Radfahren noch schö¬ner. Rund 150 Kilometer Radwege durch die abwechslungsreiche Land¬schaft machen das Radfahren zum Erlebnis: talabwärts der Etsch entlang, auf den Spuren der legendären Römerstraße Via Claudia Augusta, nie entlang der Durchzugsstraßen und weit weg von Lärm und Abgasen. Man bleibt mobil – ganz ohne Auto. Weiters besteht die Möglichkeit das eigen Rad auch im Zug zu transportieren (Achtung! Fahrradanzahl beschränkt). Aktueller Informationsstand zum Angebot der  „Eventcard“ unter www.vinschgauerbahn.it

Ein ideale Drehscheibe ist der Ort Naturns, Etappenziel der Transalp-Challange und Ausgangspunkte für zahlreiche Mtb-Touren in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden. Einfachere Touren am Nörder- und Sonnenberg, anspruchsvollere Touren zu den Almen und Hochtälern der Umgebung sowie Touren für konditionsstarke Techniker bis auf knapp 3.000 Meter!

Im Sommer bietet vor allem die „Nationalpark Region Stilfserjoch“ Touren bis hin zu den Klassikern rund um das Madritschjoch, Uinaschlucht, Passo Forcola, Eisjöchl und schöne Touren rund um den Reschensee.

Immer wieder erhält man im Gebiet Hinweise, sich nach Möglichkeit bei den Touren vorwiegend auf Forststraßen zu bewegen und die Wanderwege zu meiden. Man bezieht sich hierbei vorwiegend auf die stark begangenen Waalwege (entlang der Bewässerungskanäle) und Promenaden. Das Vermeiden dieser Wege schmälert nicht das Angebot an Touren- und Trailmöglichkeiten.

Weiterhin einzigartig ist der Vinschgauer Sonnenberg, wissenschaftlich hoch interessant. Der steppenartige Sonnenhang zwischen Mals und Meran bietet eine Vegetation und Aussichten der Superlative. Bedingt durch die intensive Sonneneinstrahlung bietet der Sonnenberg Bikemöglichkeiten vom März bis November.
 
 
Wirtschaftswege, Forstwege und Almwege sind die Anziehungspunkte einer starken einheimischen Bikerszene. Die genaue Kilometeranzahl des gesamten Tourenangebotes ist nicht bekannt, aber es ist unser Bemühen einige besondere Leckerbissen hervorzuheben. Vielleicht gibt der eine oder andere Autor seinen Geheimtipp preis.
Viele interessante Trails für jede Könnerstufe sorgen für Abwechslung und Abenteuer: von Lana oder Töll aufs Vigiljoch, von Marling auf die Quadrathöfe, entlang des Falschauerdammes ins Ultental oder von Meran nach St. Leonhard in Passeier. Von April bis Oktober findet man rund um Meran beste Bedingungen für ein genussvolles und erlebnisreiches Mountainbiken in Südtirol.

Faszinierend!
Das Ultental ist eines der urigsten Täler Südtirols und hat seinen bäuerlichen Charakter bis heute bewahren können. Hier gibt es Urlärchen, Pilshöfe und Schindeldächer weit und breit, ein Erlebnis für kulturbewusste Biker.


Kurvenreich!
Rennradfahrer müssen einmal über das Stilfser Joch auf 2757m oder auf das in 2.509 Meter gelegene Timmelsjoch gefahren sein. Diese beiden „Kultpässe“ beim Giro d’Italia sind bleibende Erlebnisse.
Weiters sind der auf  1.518 Meter gelegene Gampenpass gefahren mit Überfahrt zum Mendel- oder Tonalepass etwas für Hartgesottene.
Wer weitere Klassiker in der Region sucht, darf sich den Jaufenpass (2094 NN) mit Überfahrt nach Sterzing nicht entgehen lassen.
 

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