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Ein perfekter Tag in Schweden:

Ein perfekter Tag in Arvidsjaur  kann im Sommer ziemlich lange dauern – die Sonne verlässt in der radfreundlichen Zeit den Horizont nie.
Trotzdem, - der Morgen beginnt gemütlich beim Frühstück im Hotel.
Wir haben uns bereits gestern für die heutige Tour, die „Mittsommertour“ entschieden und im örtlichen Tourismusbüro die notwendigen Karten besorgt. Den e-track haben wir uns auf unsere GPS-Geräte bereits bei der Planung hinaufgeladen.
Nachdem wir ohne Hektik unsere Räder für die Tour fit gemacht haben und uns vom Hotel ein Biker-Lunchpaket geben lassen, machen wir dennoch einen kleinen Stopover in den gut ausgestatteten Läden des lebendigen Ortes um zur Vorsicht Mückenöl zu kaufen. Dann schwingen wir uns auf unsere Räder.
 
Der Rhythmus unserer Atmung kommt mit der Tretbewegung in Einklang und der Blick saugt die Eindrücke dieser Landschaft ein. In der Phantasie malen wir uns Bilder der winterlichen Umgebung und das Leben in diesen arktischen Temperaturen aus. Die Luft, sanft und würzig, ist durch die Dauertätigkeit der Sonne angenehm warm.
Landschaftliche Vielfalt, malerische Kleinodien, abenteuerliche See- und Sumpflandschaften begleiten uns bei jeder Drehung der Speichenräder und die Laute mancher Tiere werden durch das Surren der Leerläufe der Bikes untermalt.
 
Nordische Rast in einer urigen Selbstversorgerhütte mit Lagerfeuer ist ein „muss“ in dieser Gegend. Im Kessel brodelt das Wasser für einen Tee oder Kaffee und der mitgebrachte Schluck Wein passt vorzüglich zum gegrillten Elch- oder Renschnitzel. Das Ambiente der Hütte mit qualmendem Kamin, unseren Rädern und den Rucksäcken, erinnert uns an ein Bild vom Outdoor-Ausrüster Katalog. Abenteuer pur!
 
Wir machen uns wieder auf den Weg und genießen die rasante Abfahrt über den Schotterweg bis in die unmittelbare Nähe unseres Hotels.
 
Nachdem wir unsere Räder verstaut haben, nehmen wir eines der verfügbaren Ruderboote des Hotel Laponia am gegenüberliegenden See und werfen unsere Angeln aus – vielleicht beißt der „Jeddar“ (Hecht) an.
 
Fischerglück oder nicht – eine Sauna oder „Bastu“, wie die Schwitzkammer in Schweden genannt wird, tut unseren Knochen und Muskeln gut. Einige von uns gönnen sich aber auch durchgeknetet zu werden. Wer Lust hat, kann im heißen Wasser eines zentral gelegenen „Jacuzzi“ unter freiem Himmel brodeln.
 
Langsam macht sich der Hunger wieder bemerkbar und wir sitzen auf der Terrasse und genießen unseren eigenen, eigens für uns zubereiteten Fang mit Beilagen. Heute ist noch ein Abend im „Samiland“ vorgesehen – mal sehen, ob die folkloristische Veranstaltung nicht allzu arg „aus der Dose“ ist.
 
Nachdem wir uns bei hellem Tage, es ist bereits Mitternacht vorbei, für die morgige Draisinienfahrt auf der Bahnstrecke der Inlandsbahn entschieden haben, versuchen wir Schlaf zu finden und lassen den Tag nochmals vor dem geistigen Auge passieren........

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