Mitten im Eisacktal gelegen finden wir das Bischofsstädchen Brixen.
Die etwas verschlafen wirkende Stadt hat ihren trägen Charackter wohl von den vielen Traditionen und geistlichen Funktionen mit der Zeit aufgeprägt bekommen, was sich bereits beim Anblick der Domtürme erahnen lässt.

 
Rollt man mit dem Rad durch das Sonnentor und über die mit Bachsteinen gepflasterte holprige "Stinkgasse", wird einem bewusst, dass die Geschichte der Stadt mit ihren engen Gassen und den daran prangenden Gildenemblemen weit ins Mittelalter zurückreicht.

Als lohnendes Radausflugsziel hat sich diese Gegend in den letzten 10 Jahren entwickelt, als Biker entdeckt haben, dass sich die hiesige Kultur und die bereits leicht mediterrane Landschaft wunderbar mit dem Radsport kombinieren lässt. Selbst Provinzansässige Radler aus dem Norden schwören auf die im Winter schneefreien Wege und Strassen, wo sie sich ungehindert ihre Kondition für die anstehenden Wettkämpfe antrainieren können. Natürlich ist es nicht nur die im Talboden schneefreie Lage, die es den Bikern angetan hat, sondern vor allem, weil Brixen mit seinen 600 Höhenmetern die erste von Norden kommende Stadt ist, die, ähnlich dem Gardasee, mediterrane Züge aufweist, und wo man sein Bike inmitten von Apfelwiesen und Rebanlagen umherzirkeln kann. Ist man vom Brenner kommend nämlich noch an Kartoffelnäcker und Wiesen gewohnt, befindet man sich im Brixner Talkessel inmitten von umliegenden Weinbergen und Obstanlagen, und selbst Kiwis und Tomaten gedeihen hier wunderbar!
Da Brixen zudem noch zentral gelegen ist, sind Ausflüge in jede Richtung möglich, ob nur zu den umliegenden Kastanienhainen in Feldthurns, zu den Almhütten auf Villanders und Villnoss, den Jöchern oder zu den höher gelegenen bizarren Felstürmen der Dolomiten, die man auf der Plose, dem Brixner Hausberg, greifbar glaubt, oder zu ausschweifenden Ausflügen ins angrenzende Pustertal, alles ist möglich. Sogar jene sind für das Fahrad zu begeistern, die normalerweise körperliche Ertüchtigung scheuen, da der Brixner Radweg sich so ebenerdig am Eisack bis nach Klausen entlangschmiegt, dass man auch mit null Kondition noch tolle Familienausflüge unternehmen kann.
Auch der Pustrer Radweg soll hier erwähnt sein, da er für alt und jung kilometerlange "Faszination Radweg" ermöglicht.
Biker, die konditionell abgehärtet sind, sind vielleicht in der Gegend um Schalders gut aufgehoben: hier spricht man im Volksmund davon, dass sogar die Hühner Steigeisen brauchen würden…
Nicht weniger steil sind Bikeziele wie die Klausnerhütte, oder die anstrengende Fahrt auf die Plose über St. Andrä, wobei das Brixner Skigebiet hier im Sommer auch knackige Trails auf der Rückfahrt bereithält, bevor man wieder bei Milland nach Brixen heimkehrt.

 
Für Biker, die es knüppeldick hinter den Ohren haben, gibt es schliesslich noch den CAIDOM, eines der längsten und spektakulärsten Mountainbike-Downhillrennen der Welt, das jährlich vom 2476 Meter hoch gelegenen Ploseberg gestartet wird.

Zur Erholung für die tagsüber absolvierten Strapazen ist in Brixen wie nirgendwo anders gesorgt. Wellness ist hier bestimmt kein Fremdwort, und wer nicht im eigenen Hotel bereits den Angeboten erliegt, der kann spätestes im grossangelegten Wellness- und Sauna sowie Schwimmbereich der Aquarena dem körperlichen Wohlbefinden frönen und stundenlang dem Alltag entfliehen…
Auch kulinarisch kommt das Bikerherz nicht zu kurz und selbst Gourmets dürften hier bei erlesenen Speisen und Weindegustationen mehr als zufriedengestellt werden. Hat man zudem hernach noch Lust auf einen längeren Abend, so bietet Brixen mit diversen Programmen wie den Sommeremotionen oder dem alle vier Jahre stattfindenden Altstadtfest eine willkommene Abwechslung und einen gelungenen Tagesausklang.

Mi Do Fr
Vorschau Webcam



© 2007 - www.mountainbike.bz